Geschichte der KPSG Neustadt

Die Königlich Privilegierte Schützengesellschaft Neustadt an der Aisch kann auf eine mehr als 500jährige Geschichte zurückblicken.
Alles begann damit, dass die zollerischen Stadtherren darauf drängten, dass die wehrfähigen Männer einer Stadt Schießübungen durchführten, woraufhin die ersten Schützengilden gebildet wurden.
Als Anreiz für eine Mitgliedschaft in diesen Gilden wurden Schützenfeste mit Preisschießen abgehalten.

Wie es weiterging, erfahren Sie hier:

1433

Schriftliche Erstnennung der Neustädter Schützen auf dem Nürnberger Schützenfest. Die ersten namentlich bekannte Neustädter Schützen sind Fritz Engel und Contz Jorg.

1471

Gründungsdatum der Neustädter Schützengesellschaft für Wettschießen, als wehrfähige Bürgereingreiftruppe und zu Repräsentationszwecken bei Besuchen der Landesherren.

30jähriger Krieg

Einschnitt durch den 30jährigen Krieg und Probleme des Wiederaufbaus. Trotzdem wird auch in der Folgezeit streng darauf geachtet: Wer Bürger werden will, muss sich zur Stadtwehr verpflichten. Alljährlicher Anreiz: Die Bürger-Compagnie bekommt von der Stadt das Kirchweih-Schussgeld. Geschossen wird anfangs im Stadtgraben, später auf dem „Schießwasen“ in den Aischwiesen.

1778

Errichtung des ersten Schießhauses.

1807 – 1810

Zeitweilige Zwangspause des Schützenwesens während der Zugehörigkeit zu Frankreich, da alle Waffen abgegeben werden müssen.

1815

Das errichtete Schießhaus muss wegen mangelnden Interesses am Schießsport unter bayerischer Herrschaft verkauft werden. Es findet nur noch die Tradition des alljährlichen Kirchweihschießens statt.

1838

Der Wiederbelebungsversuch der Schützentradition führt zum Bau eines neuen Schießhauses und Schießständen in den Aischwiesen. Allerdings lässt das Interesse ab den 1850er Jahren wieder nach und die Mitgliedszahlen gehen zurück.

1866

Erst der Schritt zu mehr Geselligkeit und Unterhaltung in Neustadt schafft eine neue tragfähige Vereinsbasis. Dieser Vereinszweck wird in die neu gefassten Statuten der Neustädter Gesellschaft aufgenommen.

1873

Die Neustädter Schützengesellschaft nimmt die „Allgemeine Schützenordnung für Bayern“ an und erhält damit das Adelsprädikat „Königlich privilegiert“ unter der Schirmherrschaft von Ludwig II.

1896

Anschaffung einer neuen Fahne. Es beginnt eine Blütezeit für das Vereinsleben.

Erster & Zweiter Weltkrieg

Erneute Zwangspausen für das Schützenwesen. Im Zweiten Weltkrieg kommt es durch den Ausschluss von Juden zu einer Neuordnung des Schützenwesens. Die Unabhängigkeit der Schützenvereine wird immer weiter eingeschränkt.  

Ab 1945

Das Schützenhaus wird kurzzeitig als Herberge für ehemalige Kriegsgefangene benutzt, wodurch viel Aktenmaterial und Scheiben von historischem Wert vernichtet werden. Schließlich wird es an eine Matratzenfabrik vermietet.

1954 – 58

Modernisierung der alten Schießanlage.

1961

Ausstattung der Schießanlage mit neuen Schießständen, einem beheizbaren Aufenthaltsraum und einer Kegelbahn.

1990er Jahre

Grundlegende Renovierung des Schießhauses zusammen mit der Stadt Neustadt.

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